Die von Laien als Blutschwamm, von Medizinern als Hämangiom bezeichnete Hauterscheinung ist eine harmlose, aufgrund des Aussehens jedoch manchmal etwas erschreckende Neubildung von Blutgefäßen, im weiteren Sinne ein gutartiger Gefäßtumor. Etwa 10 Prozent der Kinder, dreimal soviel Mädchen wie Jungen und vor allem Frühgeborene, sind davon betroffen. Es gibt aber auch Blutschwämme, die sich erst im Erwachsenenalter bilden; sie bleiben für gewöhnlich klein und stellen vor allem ein kosmetisches Problem dar. Blutschwämme treten vor allem im Gesicht und am Hals, seltener am Rumpf oder an den Armen und Beinen auf.
Kapilläre Hämangiome werden im Durchschnitt nicht größer als zwei bis drei Zentimeter, kavernöse können jedoch einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern haben.
Meist sind Blutschwämme nicht schmerzhaft, sie jucken auch nicht und vergrößern sich häufig in dem Maß, in dem das Kind wächst. 95 Prozent der kapillären Hämangiome bilden sich bis zum siebenten Lebensjahr zurück; an der Stelle kann eine minimale, von leicht gefältelter Haut überzogene Narbe zurückbleiben.
Die Lasertherapie hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und bei Hämangiomen gilt diese Behandlung heute als Therapie der Wahl. Die Strahlen zerstören die Blutgefäße ganz gezielt, ohne dass das umliegende Gewebe angegriffen wird. Der Eingriff sollte aber so früh wie möglich erfolgen und bringt die gewünschten Resultate nur bei einer geringen Tiefe des Blutschwammes, da die Laserstrahlen nur 1,5 Millimeter tief in die Haut eindringen.